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31/08/2007
LLiebe Geschwister und
Freunde,
Im Namen unseres Herrn und Erlösers Yeshua grüße ich Sie aus Israel.
Der Sommer 2007 ist bereits vorbei, und so möchte ich Ihnen zunächst
das Neueste aus unserer Familie berichten. Unser ältester Sohn Joni
hat seinen Militärdienst beendet. Wir sind Gott sehr dankbar dafür,
und wir danken auch Ihnen für Ihre Fürbitte. Jetzt muss er sich
entscheiden, wie es bei ihm weitergeht. Das ist nicht so einfach, weil
sich sein Leben von einem Tag auf den anderen verändert hat. An einem
Tag war er noch ein Armeeoffizier und befand sich unter einem enormen
Druck. Am nächsten Tag war alles anders, und er dachte: „Was mache ich
jetzt bloß?“ Bitten Sie Gott, dass Er ihm Führung und Weisheit
schenkt. Unser jüngster Sohn Ariel macht gerade einen Offizierskurs in
der Armee. Wie sein Bruder braucht auch er Ihre Fürbitte, vor allem um
Sicherheit und Schutz. Meiner Frau Wendy geht es gut. Sie gibt noch
immer Englischunterricht. Kürzlich hatte sie arthritische Schmerzen im
rechten Knie, und jetzt ist sie in ärztlicher Behandlung. Mein eigener
Gesundheitszustand ist nach wie vor stabil.
Ich habe einen arbeitsreichen Sommer hinter mir. Anfang Juli war ich
zwei Wochen lang in Bulgarien, zum ersten Mal nach sieben Jahren. Ich
hatte eine Einladung nach Gabrovo, einer Stadt im Landesinneren.
Während meines Besuchs dort predigte ich in zwei Gemeinden, die ich
aus früheren Jahren bereits kannte. Ich traf mich auch mit
Geschwistern, die einmal zu unserer Gemeinde in Tel Aviv gehört haben.
Dann hatte ich viele seelsorgerliche Gespräche mit Geschwistern aus
Gabrovo. Die erste Woche meines Besuchs in Bulgarien verbrachte ich in
Sofia. Dort übernachtete ich bei meinem guten Freund Moni und seiner
Familie. Moni gehörte zu den ersten drei Gläubigen, die ich 1991 in
Bulgarien getauft hatte. In Sofia predigte ich auch in einer Gemeinde,
und ich traf mich mit vielen Predigern. Manche von ihnen kannte ich
bereits, anderen begegnete ich zum ersten Mal. Ich traf auch viele
Leute, die zu der von mir 1995 gegründeten Studentengemeinde gehörten.
Es war schön, sie wieder zu sehen und auch ihre Ehepartner kennen zu
lernen. Manche von ihnen haben schon Kinder, und für mich war diese
Begegnung mit der nächsten Generation etwas Besonderes. Als ich diese
lieben Geschwister besuchte, war ich verblüfft, dass sie schon Mitte
bis Ende Dreißig sind. Neben ihnen kam ich mir richtig alt vor, und
ich dachte nur: „Wo ist bloß die Zeit geblieben?“ Ich kenne diese
Geschwister, seit sie Zwanzig sind.
Mein Freund Moni sagte zu Recht, dass Gott mir es diesmal geschenkt
habe, die Frucht meiner vor vielen Jahren begonnenen Arbeit in
Bulgarien zu sehen und mich daran zu erfreuen. Auch diesmal fand in
Sofia wieder eine Taufe statt. Ich taufte eine Frau, die ich schon
viele Jahre kenne. Als ich das letzte Mal in Bulgarien war, sprachen
wir über den Glauben. Sie war sehr offen, aber noch nicht bereit, den
entscheidenden Schritt zu tun. Diesmal war sie jedoch dazu bereit, und
so taufte ich sie am letzten Tag meines Besuchs in Sofia. Meine Reise
nach Bulgarien war sehr produktiv. Gott segnete meinen Aufenthalt dort
und gebrauchte mich als Sein Werkzeug. Ich möchte den Geschwistern in
Bulgarien danken für die Liebe und Gastfreundschaft, die ich bei ihnen
erfahren habe.
Ende Juli bis Mitte August war ich in Finnland. Seit 1997 jedes Jahr
einen Besuch in diesem Land. Dort leben wunderbare Geschwister, die
den Herrn von ganzem Herzen lieben. Während meines Besuchs predigte
ich jeden Abend an einem anderen Ort. Ich hatte viele persönliche
Begegnungen und war sehr ermutigt, weil meine Vorträge so gut
aufgenommen wurden. Deshalb hoffe ich, dass ich durch die Gnade Gottes
den Geschwistern in Finnland ebenfalls Mut machen konnte. Ich möchte
bei dieser Gelegenheit meinen Geschwistern in Finnland danken für die
Liebe, Hingabe und Gastfreundschaft, die sie mir geschenkt haben. Mein
besonderer Dank gilt einem lieben Bruder, der mich zwei Wochen lang
durch das Land gefahren hat. Mit dem Auto haben wir insgesamt 2.000
Kilometer zurückgelegt.
Während meiner Reise traf sich die Gemeinde in Tel Aviv regelmäßig.
Unsere Brüder gaben sich sehr viel Mühe mit der Wortverkündigung.
Obwohl unsere Gemeinde klein ist, hat Gott uns mit Brüdern gesegnet,
die die Gabe des Lehrens haben. Zurzeit bereiten wir uns auf die hohen
Feiertage vor, die im September beginnen und bis Anfang Oktober
dauern.
Ich möchte Ihnen zu den hohen Feiertagen noch ein paar Gedanken
mitteilen.
Wie Sie wissen, beginnen die hohen Feiertage mit Rosh Hashanah. In der
jüdischen Welt werden die Tage zwischen Rosh Hashanah und Jom Kippur
(dem Versöhnungstag) als „Tage der Ehrfurcht“ bezeichnet. In diesem
Zeitraum sollen wir über unsere Sünden nachdenken und Gott um
Vergebung und Gnade bitten, damit er uns in das Buch des Lebens
einschreibt und nicht daraus entfernt. In Maleachi 3,16 lesen wir:
„Und ein Buch der Erinnerung wurde vor ihm geschrieben …“ In 2.Mose
32,33 sagt der Herr zu Mose: „Wer gegen mich gesündigt hat, den lösche
ich aus meinem Buch aus.“ In Psalm 69,29 heißt es: „Sie sollen
ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens und nicht eingeschrieben
werden mit den Gerechten.“ Aus diesen Texten entnehmen wir, dass Gott
Bücher führt und die Gerechten in Seinem Buch des Lebens stehen.
Deshalb sind die Tage der Ehrfurcht für uns eine Gelegenheit, unsere
Sünden zu bereuen und über unser Verhalten nachzudenken. Das Jahr
endet zwar an Rosh Hashanah, aber Gott gibt uns bis Jom Kippur Zeit,
als Teil des Volkes Israel unsere Sünden zu bereuen. Während des
Laubhüttenfestes betrat der Hohepriester das Allerheiligste, um
nachzusehen, ob das ewige Feuer noch brannte. Wenn es brannte, war das
ein Zeichen dafür, dass Gott das Sühnopfer für Israel angenommen
hatte. Wenn das ewige Feuer jedoch ausgegangen war, hatte Gott das
Sühnopfer für Israel nicht angenommen. Die Feste betreffen zwar das
ganze Volk Israel, aber wir sollten bedenken, dass das Volk aus
Einzelpersonen besteht.
Mich erinnert das alles an eine Bestandsaufnahme vor Jahresende, wenn
wir uns vergewissern, dass wir bis zum vorgegebenen Termin alles
Erforderliche getan haben. Diese Bestandsaufnahme ist vergleichbar mit
den „Tagen der Ehrfurcht“, der Zeit, in der wir unsere Steuererklärung
abgeben müssen. Der letzte Abgabetermin ist in diesem Fall
gleichbedeutend mit Jom Kippur. Sukkoth (das Laubhüttenfest) wäre dann
die Zeit, in der manche von uns ihre Steuerrückzahlung aus dem Vorjahr
erhalten. Die „Buchführung“ Gottes wird nicht nur im Alten Testament
erwähnt, sondern auch im Neuen (s. dazu Offenbarung 3,5 und 13,8). In
diesen beiden Texten ist vom Buch des Lebens die Rede, und zwar
deshalb, weil Jesus unser Hohepriester und unser Sühnopfer ist und wir
nur durch Ihn im Buch des Lebens stehen bleiben. Dieses Buch existiert
von Anbeginn an, so wie Jesus das Lamm ist, „das geschlachtet ist von
Grundlegung der Welt an.“ In der Zeit von Rosh Hashanah bis zum Ende
von Jom Kippur grüßen wir uns in Israel mit den Worten: „Möge deine
Einschreibung (ins Buch des Lebens) abgeschlossen werden!“ Das ist ein
wirklich schöner Gruß. Ich bete für uns alle, dass wir für immer ins
Buch des Lebens eingeschrieben sind. Amen!
Bitte denken Sie im Gebet auch an die Gesundheit der älteren
Mitglieder unserer Gemeinde. Ein junger Bruder erholt sich zurzeit von
einer Augenoperation. Weil er momentan nicht arbeiten kann, hat er
finanzielle Schwierigkeiten. Beten Sie auch, dass Gott uns als Seine
Werkzeuge gebraucht und noch mehr Menschen in Israel ihren Messias
kennen lernen, aber auch, dass unsere Gemeinde wächst. Wir brauchen
auch Ihr Gebet für ausreichende finanzielle Mittel, damit wir die
Miete für unseren Versammlungsraum bezahlen können. Wir danken Ihnen
allen für Ihre Gebete und Ihre Unterstützung. Möge Gott Sie segnen,
behüten und Ihnen Wohlergehen schenken!
In Yeshua,
Eli und Wendy Levi
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